Teufel, Gott und Kaiser

Teufel, Gott und Kaiser - Banner"Teufel, Gott und Kaiser" - Improvisationen über eine Zeit, in der das Nibelungenlied entstand

16.-18. Juli und 22.-25. Juli 2010

Ein Experiment. „Teufel, Gott und Kaiser" nennt Dieter Wedel das Projekt, das er mit seinem Team an jedem Aufführungsabend neu entwickeln wird. Es gibt kein Theaterstück, lediglich Improvisationen über eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des Mittelalters: den Staufer Friedrich II., deutscher Kaiser und zugleich König von Sizilien, gläubiger Christ und zugleich ein Bewunderer und Freund der arabischen Kultur, machtbesessener Herrscher und zugleich ein beharrlich Fragender, ein Philosoph und Wissenschaftler.

Teufel, Gott und KaiserTeufel, Gott und KaiserTeufel, Gott und KaiserRegisseur Dieter Wedel Für diesen ungewöhnlichen Versuch holt der Festspiel-Intendant wieder renommierte Theater- und Filmschauspieler nach Worms: Heinz Hoenig, Meret Becker, Dirk Bach, Peter Striebeck, Anouschka Renzi, Roland Renner und andere. „Dass so viele Stars, den Festspielen ihre Solidarität bekundet und mir Hilfe und Unterstützung angeboten haben, freut mich natürlich sehr", erklärt Dieter Wedel.

In Zeiten der schwersten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren sind die Mittel begrenzt; darum sind in diesem Jahr keine langen Probenzeiten, kein kostspieliger Tribünenaufbau finanzierbar. Die Anzahl der Zuschauer muss auf circa 500 Plätze beschränkt bleiben.
„Wir werden Probleme haben, den vielen an den Festspielen interessierten Zuschauern Plätze anbieten zu können", so die Geschäftsführer der Nibelungen-Festspiele Sascha Kaiser und Ulrich Mieland.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, bei denen der Wormser Kaiserdom den Nibelungen-Inszenierungen als mächtige Kulisse diente, sitzen die Zuschauer in diesem Jahr mit dem Rücken zum Dom.

Sie werden nicht nur einiges über eine der widersprüchlichsten Figuren des Mittelalters erfahren, sondern zugleich bedeutenden Schauspielern bei der Erarbeitung eines solchen Stoffes zusehen. Sie werden nicht das Ergebnis langer Proben sehen, sondern den Weg dorthin.


An sieben Abenden wird „Teufel, Gott und Kaiser" gespielt. Am 16., 17., 18. Juli und am 22., 23., 24., 25. Juli, jeweils um 20.30 Uhr.

Der Heylshofpark mit seinem wunderschönen Flair bleibt für die Besucher vom 16. Juli bis zum 1. August geöffnet.

Auch die Angebote im Kulturprogramm sind in diesem Jahr eingeschränkt. Wie in den Vorjahren finden am zweiten Festspielsonntag, dem 25. Juli 2010, die Theaterbegegnungen statt. Bei den Darbietungen, Vorträgen und Diskussionen wird es in diesem Jahr um das Thema des latenten Antisemitismus vom Mittelalter bis zur Gegenwart gehen. Ein Historiker wird über die historische Figur des jüdischen Bankiers Joseph Süß referieren, dessen Lebenslauf die Nationalsozialisten für ihren Hetzfilm „Jud Süß" missbrauchten. In einer anschließenden Diskussion wird es um die geplante Uraufführung des „Jud-Süß"-Stoffes im nächsten Jahr gehen.

Ein großer Tag für die Kleinen ist der Kindertag am 18. Juli, ab 11 Uhr im Heylshofpark. Basteln, Spielen und viel Theater!

Medienpark VISION lieferte die Licht & Tontechnik für dieses Spektakel.

Fotos : Rudolf Uhrig

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